BioBASE AP

BioBASE AP ein bioresorbierbarer Knochenersatz aus mikro- und makroporösem α-Tricalciumphosphat (α-TCP). Es ist ein synthetisch hergestelltes Granulat, das aus phasenreinem α-Tricalciumphosphat besteht.


BioBASE AP ist seit 20 Jahren in den unterschiedlichsten Indikationen klinisch erprobt. Es besitzt die Zulassung des Bundesgesundheitsamtes (veröffentlicht im Bundesanzeiger Jahrgang 43, Nr. 90 vom 17.05.1991 S.3269) und ist somit der erste in der Bundesrepublik zugelassene bioaktive, resorbierbare Knochenersatz.

BioBASE AP erfüllt die Forderungen des „ASTM F 1088-87“ „TCP for Surgical Implantation“.

Der Markt bietet nicht sehr viele reine α-Tricalciumphosphate ohne Anteile von nichtresorbierbaren Hydroxylapatit. Es besitzt eine sehr gute Bioaktivität. Eine spezielle Oberflächenmodifikation, die BioBASE AP eigen ist, führt zu einer erhöhten Calcium-Elution in der Anfangphase des Heilungsprozesses, wodurch die Resorption und parallel dazu der knöcherne Durchbau des Defektes gefördert werden.

Indikationen

  • Auffüllung von Defekten nach Exstirpation von Knochenzysten
  • Auffüllung von Extraktionsdefekten zur Schaffung eines Implantatbettes
  • Auffüllung von Defekten bei Korrekturosteotomien
  • Andere mehrwandige Knochendefekte der Alveolarfortsätze und des Gesichtsschädels
  • Paradontologische Defekte, auch in Verbindung mit Membranen
  • Defekte nach Entfernung retinierter Zähne
  • Defekte nach Wurzelspitzenresektionen
  • Sinusbodenelevation
  • Auffüllung von Spalten zwischen Alveole und Implantat

Abbildung 1: In der Vergrößerung ist die Mikroporosität sichtbar.

Abbildung 2: Mikroporosität im Detail, Poren bis zu ca. 5 μm; Sinterhälse sind erkennbar.

Anwendung

Es empfiehlt sich, BioBASE AP im feuchten Zustand anzuwenden. Zur Anwendung sollte Eigenblut des Patienten oder dessen Blutplasma kommen. Ist beides nicht ausreichend vorhanden, kann sterile isotonische Kochsalzlösung verwendet werden.

Zur Auffüllung von größeren Defekten (> 2 cm³) wird eine Mischung von BioBASE AP und Spongiosa im Verhältnis 1:1 empfohlen.

Lokale Zugabe von Antibiotika ist möglich.

Abbildung 3: BioBASE AP mit Eigenblut vermischt.

Abbildung 4: Apikaler Defekt im Oberkiefer.

Abbildung 5: Defekt mit BioBASE AP aufgefüllt.

Abbildung 6: Aufnahme nach der Heilung des Defekts.